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Wir suchen junge Spieler oder Wiedereinsteiger, die noch mal Lust haben Gas zu geben.
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Termine

14.04.

Schwäbischer Abend

mit Markus Zipperle und seinem Programm "Schweinskram"

28.05. - 02.06. 4. Holzheimer Kickercamp auf dem Jura Sportgelände
30.06. Familientag mit Sonnwendfeuer
21.07. Altpapiersammlung (TBH)

15.12.

Kinderweihnachtsfeier (Auhalle)

 

Holzheim - Historisches

Die erste Erwähnung von Holzheim fällt in das Jahr 1125. Damals bekundeten die Pfalzgrafen von Tübingen die Schenkung verschiedener Güter zu denen auch solche in Holzheim gehörten, an das Kloster Anhausen bei Heidenheim. Im Jahr 1332 vermachte Kaiser Ludwig der Bayer dem Rugger von Aelchingen „den Bach, der durch das Dorf Holzheim rinnt, so viel zu dem Dorf gehört, dass niemand darin fische als er und seine Erben“. Die grundherrlichen Rechte gingen im Laufe des 14. Jahrhunderts von den Herren von Aelchingen und Zillenhardt an die Grafschaft Württemberg und an das Kloster Adelberg über. Graf Eberhard III. von Württemberg verpfändete bereits 1404 die ihm zustehenden Rechte und Besitzungen in Holzheim und Schlat an das Kloster Adelberg. Nach der um 1534 in Württemberg eingeführten Reformation wurde auch das Kloster Adelberg aufgelöst; Besitznachfolger war das Herzogtum Württemberg, das fortan die Hoheit in Holzheim ausübte. Der Ort hatte im dreißigjährigen Krieg, besonders nach der Schlacht bei Nördlingen im Jahr 1634, viel zu leiden. Der Pfarrer Christoph Faber musste flüchten und starb im Elend. Von den männlichen Einwohnern überstanden nur neun den Krieg; die Häuser waren sämtlich zerstört oder doch schwer beschädigt. Erst 1656, also acht Jahre nach Friedensschluss wurde das erste Gebäude wieder erstellt. Noch 1671 lagen viele Häuser, die damals, wie es in einer alten Chronik heißt, „durch den Brand zuschanden gegangen oder von den Soldaten abgebrochen worden“ in Schutt und Asche.

Nun setzte allerdings der Wiederaufbau dank der Tatkraft des Schultheißen Schrag energisch ein. 1698 konnte dieser berichten, dass nur noch eine unbebaute Hofstatt im Dorf vorhanden sei. Auch die Einwohnerzahl stieg wieder langsam bis zur früheren Höhe und überschritt diese bald. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte Holzheim 612 Einwohner. Trotz des hochkultivierten Bodens, der in der Oberamtsbeschreibung von 1844 besonders gerühmt wurde, trotz aller Versuche zur Steigerung der Viehzucht, besonders der Schafhaltung, - ein Holzheimer, Johannes Holl, erhielt 1829 erstmals in Württemberg einen Preis für die Hebung derselben – reichte nun die Anbaufläche nicht mehr zum Unterhalt der Bewohner aus. Ein Teil der Einwohner suchte daher als Heimarbeiter für die Göppinger Tuch- und Zeugmacher und für die Jebenhäuser Juden eine neue Verdienstmöglichkeit. Besonders unternehmungslustig war der Fuhrmann Mühlhäuser, der im Jahr 1800 ein großes Fuhrunternehmen gründete. Sechs große Reisewagen, zahlreiche Frachtkarren, etliche Schnellkutschen und dreißig Pferde nannte er sein eigen. Neben dem Personenverkehr nach Italien, Sachsen und Preußen hatte er auch die Warenbeförderungen des sehr bedeutenden Stuttgarter Buchhandels übernommen. Daneben eröffnete er 1828 in seinem Holzheimer Hofgut eine Bierbrauerei, deren Erzeugnisse überall in Schwaben begehrt waren. Die Eisenbahn bereitete dem Fuhrmannsbetrieb nach 1850 ein rasches Ende; an die Stelle der Brauerei trat das Furnier- und Sperrholzwerk.

Nach der Industrialisierung des Filstals fanden die überschüssigen Arbeitskräfte von Holzheim in der nahen Stadt reichliche Beschäftigung. Selbst die spätere Großindustrie Göppingens erhielt von Holzheim her bedeutende Impulse. Der Wagner Rapp entschloss sich nach 1850 zur Herstellung von landwirtschaftlichen Maschinen; ein Jahrzehnt später verlegte er seinen Betrieb nach Göppingen und nahm den Gesellschafter Speiser in sein Werk auf. Er legte damit den Grund zu der früheren Maschinenfabrik Speiser in der Großeislinger Straße.

Als Folge der Ölknappheit im ersten Weltkrieg errichtete der Württembergische Staat ein Ölschieferwerk, das jedoch bald ein unrühmliches Ende fand.

Das einschneidenste Ereignis in der politischen Geschichte Holzheims ist die Eingemeindung des Orts in die Stadt Göppingen am 1. April 1939. Die Stadt hatte sich damit die Grundlagen für eine weitere Ausdehnung ihrer bebauten Teile in südöstlicher Richtung geschaffen. Der heutige Stadtbezirk Holzheim umfasst die Wohngebiete Ursenwang (mit Industriegebiet), Manzen und St. Gotthardt und hat derzeit eine Einwohnerzahl von ca. 6800 erreicht.

Die Verbindung Holzheims mit Göppingen bestand auf kirchlichem Gebiet schon seit dem frühen Mittelalter. Bis 1555 war der Ort zur Stiftskirche Oberhofen in Göppingen eingepfarrt. Die Kapelle St. Bernhard aus dem 15. Jahrhundert wurde 1555 zur Pfarrkirche erhoben; als erster Pfarrer wurde Ulrich Birklin eingesetzt. Das unter Denkmalschutz stehende Kirchlein wurde 1671 erweitert und 1878 mit einem Dachreiter versehen.

Seit 1837 ist St. Gotthardt mit der Gemeinde verbunden. Der Sage nach soll zu der dortigen Kapelle in alten Zeiten stark gewallfahrtet worden sein. Der Ortsteil hat vielleicht dieser Wallfahrt seine Entstehung zu verdanken. Grund und Boden waren Eigentum der Herren von Zillenhardt, später der Herren von Aelchingen und schließlich der Familie von Degenfeld, die die neue Besitzung ihrer Herrschaft Eybach einverleibten.

Nach H. Akermann

 

Quelle: 75 Jahre Turnerbund Holzheim e.V. 1913-1988




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